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   Donau Oberösterreich  
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Beschreibung

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Das Obere Donautal, auch Obere Donau oder Donauschlucht, ist das Durchbruchstal der Donau durch die Böhmische Masse zwischen Passau und Aschach in Oberösterreich. Es trennt den Sauwald vom Zentralmühlviertler Hochland. Landschaftlicher Höhepunkt ist die Schlögener Schlinge.

Lage und Landschaft

Schon nach Vilshofen in Bayern[1] hat sich die Donau in die Gneisgesteine der Böhmische Masse eingeschnitten, und trennt bis zum Tullnerfeld in Niederösterreich einige Kristallinstöcke ab, sodass sie nur abschnittsweise im Alpenvorland verläuft. Zwischen Vilshofen und dem Eferdinger Becken liegt südlich der Donau ein langgestreckter Plateauzug, der vom Inn, der bei Passau in die Donau mündet, noch einmal in zwei Teile zerschnitten ist: den Neuburger Wald in Bayern und den Sauwald in Österreich. Der österreichische Teil dieses Durchbruchstals wird in Oberösterreich ‚Obere‘ Donau genannt. Das Tal trennt Granit- und Gneishochland (Mühlviertel) von Inn- und Hausruckviertel, zum Innviertel gehört auch der Sauwald.

Von der „Dreiflüssestadt“ Passau (von Norden mündet noch die Ilz) abwärts über Obernzell bildet die Donau etwa 20 Kilometer noch die Landesgrenze Deutschland–Österreich, ab dem Jochenstein bei Engelhartszell fließt sie ganz in Österreich. Zwischen Obernzell und der Schlögener Schlinge verläuft das Donautal ziemlich geradlinig in südöstlicher Richtung. Nach Waldkirchen beginnt die Schlögener Schlinge, ein Doppelmäander, der größte Zwangsmäander Europas: Hier knickt die Donau nach Norden und Westen gegen die Laufrichtung ab, und wieder zurück, und es folgen auf den nächsten 10 Flusskilometern noch einige weniger ausgeprägte Schlingen. Dann beruhigt sich der Lauf, und bei Aschach tritt die Donau in das Eferdinger Becken, einen Nordausläufer des Alpenvorlands – nur wenige Kilometer hinter Eferding folgt dann mit dem Kürnberger Wald und den Schleifen bei Linz eine weitere Störung kleineren Ausmaßes.

Das Tal ist eng, die bewaldeten Talflanken, Donauleiten genannt, senken sich über um die 200–300 Höhenmeter von Sauwald und Mühlviertel gegen die Donau ab, die laubwaldbestandenen Nordhänge brechen steil, die Südhänge mit Nadelwald sanfter ab. Im mäandrierenden Abschnitt ist am steileren Prallhang in schwieriger Bewirtschaftungslage naturnaher Wald, auf dem Gleithang Kulturland. Der Talgrund ist nur vereinzelt breit genug für Schwemmland und Siedlungsraum.

Im Verlauf des Durchbruchstal treten von beiden Seiten zahlreiche weitere klammartige Täler der Nebenflüsse und -bäche ein, im Besonderen der Große Kößlbach und der Kleine Kößlbach (Kesselbach) rechts vom Sauwald, und die Ranna, die Kleine und die Große Mühl von Norden, sowie die Aschach, die nach Ende des Durchbruchstales aus dem Inn- und Hausruckviertler Hügelland kommend mündet, ebenso der Pesenbach von Norden.

Dieses Gewässer-Talungs-System bildet den großen Westteil der oberösterreichischen Raumplanungseinheit Donauschlucht und Nebentäler, zu der auch noch der Beginn des Strudengaus gehört.